Mortalität bei Vorhofflimmern

 

Die Mortalität von Patienten mit Vorhofflimmern ist bei Männern etwa um den Faktor 1,5  [95 % KI 1,2-1,8] und bei Frauen 1,9-fach [95 % KI 1,5-2,2] erhöht. Dies ergaben Analysen aus der Framingham-Studie (2).

Diese Risikoerhöhung ist bereits für Variablen adjustiert, wie:

  • Alter
  • Hypertonie
  • Rauchen
  • Diabetes
  • linksventrikuläre Hypertrophie
  • Myokardinfarkt
  • Herzinsuffizienz
  • Klappenfehler und
  • Schlaganfall bzw. TIA

 

Verdopplung der Mortalität bei Vorhofflimmern
Verdopplung der Mortalität bei Vorhofflimmern (2).

Mortalität bei Vorhofflimmern nach einem Jahr verdoppelt

Nach einem Jahr ist die Mortalität bei Patienten mit Vorhofflimmern gegenüber solchen ohne Vorhofflimmern deutlich erhöht (2): Die Gesamtmortalität steigt bei Männern von 5,9 auf 17,9 Prozent und bei Frauen von 5,1 auf 14,8 Prozent. Zugleich hat sich die durch eine koronare Herzkrankheit bedingte Mortalität bei Männern von 1,7 auf 6,4 Prozent und bei Frauen von 0,8 auf 3,1 Prozent erhöht.

Ursachenspezifische 1-Jahres Mortalität mit und ohne Vorhofflimmern

  VHF-Status, Männer VHF-Status, Frauen
  Ja, n(%) Nein, n(%) Ja, n(%) Nein, n(%)
n 296 592 325 650
Nachuntersuchungsintervall 30 Tage 30 Tage- 1 Jahr 30 Tage 30 Tage- 1 Jahr 30 Tage 30 Tage- 1 Jahr 30 Tage 30 Tage- 1 Jahr
KHK 10
(3,4)
19
(6,4)
0 10
(1,7)
12
(3,7)
10
(3,1)
0 3
(0,5)
Schlaganfall 6
(2,0)
2
(0,7)
0 2
(0,3)
8
(2,5)
5
(1,5)
0 3
(0,5)
Sonstige kardiovaskuläre Erkrankung 4
(1,4)
5
(1,7)
1
(0,2)
2
(0,3)
7
(2,2)
10
(3,1)
1
(0,2)
4
(0,6)
Sonstige Erkrankung 23
(7,8)
24
(8,1)
1
(0,2)
21
(3,5)
18
(5,5)
17
(5,2)
1
(0,2)
13
(2,0)
Unbekannt 2
(0,7)
3
(1,0)
0 0 2
(0,6)
6
(1,8)
1
(0,2)
8
(1,2)
Gesamtmortalität 45
(15,2)
53
(17,9)
2
(0,3)
35
(5,9)
47
(14,5)
48
(14,8)
3
(0,5)
33
(5,1)
Die angegebenen Prozentsätze geben den Anteil aller Personen einer bestimmten Gruppe (z. B. Männer mit VHF) wieder, die innerhalb des angegebenen Zeitintervalls verstorben sind (nicht adjustiert hinsichtlich klinischer Kovarianzen). “Matched-pair“- Kohortenanalyse: Individuen mit bzw. ohne VHF in Bezug auf Alter, Geschlecht und Kalenderjahr).